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22.09.2009

Französische Regierung untersucht Algenplage in der Bretagne

Nachdem ein Pferd und möglicherweise auch ein Mensch durch faulende Algen am Strand der französischen Bretagne zu Tod kamen, hat sich nun die Regierung in Paris eingeschaltet.



Algenpest
Algenpest am Strand der französischen Bretagne.

Schon seit Jahren wird die Küste im Nordwesten Frankreichs im Sommer von einer Algenpest heimgesucht. Bislang galt sie allerdings hauptsächlich als lästig und nicht als gefährlich. In diesem Jahr ist die Plage aber so schlimm, dass durch Faulgase der Algen zumindest ein Pferd und womöglich auch ein Mann starben.
 
Wie Pegasus – freizeit im sattel im Heft 10/09 auf Seite 14 berichtet, ritt der Pariser Tierarzt Vincent Petit mit seinem Pferd am Strand von  Saint-Michel-en-Grève entlang, als das Tier plötzlich im Schlamm versank und erstickte. Der Reiter selber wurde bewusstlos, konnte aber in letzter Minute gerettet werden. Ursache des dramatischen Vorfalls war eine tödliche Konzentration des giftigen Gases Schwefelwasserstoff, entstanden beim Faulen der Algen.
 
Im zweiten Fall, in dem ein 48-jähriger Mann verstarb, hatte man zunächst Herzversagen als Todesursache vermutet. Später stellte sich aber heraus, dass der Arbeiter am Tag seines Todes mehrere Fuhren der Algen vom Strand zu einer Entsorgungsstelle gebracht hatte.
 
Die französische Regierung teilte nun mit, dass die Ministerien für Umwelt, Inneres, Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft das Ausmaß der Algenpest untersuchen werden. Außerdem soll geprüft werden, wie sich die Mengen an Düngemitteln, die ins Meer gelangen, verringern lassen. Der übermäßige Einsatz von Dünger in der Landwirtschaft gilt bei Umweltschützern als mögliche Ursache der Algenschwemme.  - md - 



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