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06.10.2009

Pferd skalpiert: Ein Gnadenhof in Angst

Der Gnadenhof „Gut Riedenhof“ in Achau südlich von Wien wird seit Monaten von unbekannten Tierhassern terrorisiert.

Evelyn Popp
Leiterin Evelyn Popp mit Hund Benny.

Bild: Gnadenhof.info

„Seit drei Monaten leben wir in ständiger Angst um unsere Tiere“, berichtet Evelyn Popp, die Leiterin des Gnadenhofs. Die Tierschützerin und ihr Lebensgefährte bekommen anonyme Anrufe, und schon mehrfach waren die Unbekannten nachts bei ihnen auf dem Hof.
 
Eine besonders schreckliche Entdeckung mussten sie vor knapp zwei Wochen machen. „Nachts um halb drei wurden wir wach, weil gegen eine Tür geschlagen wurde und unsere Hunde bellten. Wir schauten aus dem Fenster und sahen einen Mann und eine Frau. Als sie uns bemerkten, liefen sie davon und riefen ´Wir kommen wieder!´“, erzählt Frau Popp immer noch mit Schrecken. „Im Stall bemerkten wir dann, dass eines unserer Pferde regelrecht skalpiert worden war!“ Die Haut war in einem Dreieck von einem zu anderen Ohr abgeschnitten. Den Schopf hatten die Täter als Trophäe mitgenommen. Der herbeigerufene Tierarzt konnte den Hautlappen zum Glück wieder annähen, so dass es dem Pferd mittlerweile wieder besser geht.
 
Dieser Vorfall sei aber nur der traurige Höhepunkt einer ganzen Reihe nächtlicher Besuche: „Mehrfach wurde die Stalltür beschädigt und einige unserer Pferde aus den Boxen und Koppeln gelassen. Erst vor einigen Tagen waren die Täter wieder da und haben uns die Wohnungstür mit einem Vorschlaghammer aufgeschlagen.“
 
Zurzeit bereiten die Tierschützer vom Gut Riedenhof den 1. Niederösterreichischen Tierschutztag am 31. Oktober vor. „Man hat aber schon ein ungutes Gefühl dabei. Wir wissen ja nicht, ob die Täter nicht auch diesen Tag wieder zuschlagen“, gibt Evelyn Popp zu. Eins steht für die Leiterin des Hof aber fest: „Wir machen weiter mit unserer Arbeit für die Tiere und lassen uns nicht einschüchtern!“ -md -
 



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